Brushless

Brushlessmotoren haben die Modellbauwelt völlig erobert. Hohe Motorleistungen bei Kleinen Abmessungen und geringem Gewicht eröffnen eine neue Dimension im Vergleich zu den Bürstenmotoren. Dazwischen liegt fast Faktor 10. Bei diesen Leistungsdichten haben Elektroflieger und Elekrofahrzeuge die Verbrennergetriebenen praktisch überholt. Früher hinkten die Elektros den Verbrennern meilenweit hinterher. Dies liegt allerdings auch daran das parallel zur Motorentwicklung auch die Entwicklung der Akkus ordentlich zugelegt hat. Auch hier konnten wir immense Leistungssteigerungen erleben. Moderne Modelle mit Bürstenlosen Motoren sind derartig rasant, dass einem schier das Blech wegfliegt. Die Geschwindigkeiten lassen sich derartig hochschrauben, das zum Teil selbst fortgeschrittene Modellbaupiloten Probleme bekommen das Modell bei solch hohen Geschwindigkeiten zu beherrschen. Die Modelle sind schneller geworden als wir in unserer Jugend zu träumen wagten. Vor allem „von unten heraus“ kommen die Elektromodelle wahnsinnig schnell aus den Startlöchern. Denn im Gegensatz zu Verbrennungsmotoren erreichen Elektromotoren Ihre Leistung nicht erst bei hohen Drehzahlen, sondern können auch vom Fleck weg mit ihrem Drehmoment Punkten.

Warum sind Brushlessmotoren so Leistungsstark?

Wie Sie vielleicht schon wissen heisst Brushless „bürstenlos“. In der Tat sind bei den Bürstenmotoren die Bürsten das Problem. Bei den konventionellen Bürstenmotoren wird der Strom über Motorkohlen, die auch Bürsten genannt werden (da anno dazumal tatsächlich mit Bürsten gearbeitet wurde), auf den Kollektor übertragen. Die Kohlen (Bürsten) schleifen dabei auf dem sich drehenden Kollektor. Das erzeugt nicht nur Abrieb und Funkenbildung, sondern der Kollektor wird im Laufe der Zeit schwarz verkohlt. Dadurch erhöht sich der Widerstand zwischen Bürste und Kollektor, was die Stromzufuhr bremst. Das heisst auch, dass dem Motor nur soviel elektrische Leistung zugeführt werden kann wie es die Kohlen verkraften, denn hier liegt der Schwachpunkt des gesamten Motorkonzepts. Folglich versuchte man die Kohlen (Bürsten) abzuschaffen. Allerdings fällt mit der Abschaffung der Bürsten auch die selbstständige Umpolung der Spulen auf dem Motoranker weg, die ja über den rotierenden Kollektor arbeitet, welcher der Bürste ständig wechselnde elektrische Kontakte präsentiert. Durch das Umpolen der Spulen bewegt sich ja erst der Anker mit der Welle. Das Problem wird gelöst indem man die Umpolung über den Drehzahlsteller bewältigt. Die Kontakte liegen dabei starr an den Spulen an. sodass keine Bürsten mehr notwendig sind. Das Magnetfeld in den Spulen wird zum rotieren gebracht. Und jetzt der Gedankensprung: Die Spulen werden starr gehalten und die Magneten beweglich. Es bewegen sich also die Magneten wenn das Magnetfeld durch die spule rotiert. Ganz im Gegensatz zum Bürstenmotor: dort bewegen sich die Spulen und die Magneten bleiben starr am Motorgehäuse.